Bericht aus dem Presbyterium

Liebe Gemeindeglieder,

von einer wunderschönen Bach-Kantate und einem pfingstlichen Open-Air-Gottesdienst noch ganz beseelt, schreibe ich Ihnen und sende Grüße aus dem Presbyterium:
Wir haben uns in den letzten Monaten intensiv unseren (klammen) Finanzengewidmet und beraten uns nun gemeinsam mit dem Kirchenkreis. Die neue kaufmännische Buchführung, die in der ganzen westfälischen Landeskirche eingeführt wird und die alte kameralistische abgelöst hat, zwingt uns, für unsere Gebäude und Gebrauchsgegenstände entsprechende Gegenwerte in den Haushalt einzustellen, um ihre Unterhaltung bzw. ihren Ersatz sicherzustellen. Das hat alte Planungen des Presbyteriums zunichte gemacht. Wir hoffen, bald einen Weg zu finden und sind froh, kompetente Unterstützung von der Bau-und Finanzabteilung des Kirchenkreises zu bekommen. Und manchmal trösten wir uns auch damit, dass nun alle Gemeinden vor derselben Aufgabe stehen. 
Weiter beschäftigen wir uns mit dem Thema „Vesperkirche“. Diese in Süddeutschland schon bekannte mehrwöchige „Winterkirche für und mit bedürftigen Menschen“ hat unser Interesse gefunden. Stephanie Mense, Heike Stöcklein, Christel Weber und der Sozialpfarrer des Kirchenkreises, Matthias Blomeier, haben die „Mutter aller Vesperkirchen“ in Stuttgart besucht und waren tief beeindruckt: gemeinsames Essen, Beratung, Seelsorge, Andachten, kulturelle Angebote und politische Diskussionen gehen Hand in Hand. Allerdings ist jede Vesperkirche anders und muss an die jeweiligen Gegebenheiten und Notwendigkeiten angepasst werden. Was unsere Form sein könnte ist noch offen. Dass wir dieses Großprojekt aber erst 2020 verwirklichen können, ist schon klar. Wir freuen uns über Mitdenkende! Die Diakonie ist mit im Boot.

Unsere schöne Marienkirche bleibt eine große Aufgabe: Neulich verstopfte ein Stab einer Silvesterrakete (!) ein Fallrohr und löste eine Überschwemmung in der Sakristei aus. Eine alte Bibel hat sehr gelitten neben Teppich, Schränken samt Inhalt und einem Bild. Der Schaden konnte behoben werden. Aber so eine alte „Dame“ braucht eben weiter gute Pflege. Unser Baukirchmeister hat alle Hände voll zu tun!

Ende April haben wir Konfirmationgefeiert und zuvor einen eindrucksvollen Vorstellungsgottesdienst erlebt: Die Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich mit dem „Kern“ auseinandergesetzt: Wer ist Gott, und wie handelt er? Wir konnten merken, dass die jungen Leute das Thema umgetrieben hat und haben über manche Antwort gestaunt. Es wäre schön, wenn wir unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden noch mehr wahrnehmen könnten. Sie sind so interessante Gesprächspartner*innen! Die neue Gruppehat Pfarrerin Nora Göbelübernommen, die nun mit 50% ihrer Arbeitszeit fest bei uns in Neustadt-Marien ist. Das ist umso wichtiger, da Pfarrer Ulrich Wolf-Barnettnun im Ruhestandist. Wir haben am 13. Mai ein schönes, rührendes Abschiedsfest mit ihm gefeiert, auf dem noch mal deutlich geworden ist, wieviel er (nicht nur) für unsere Gemeinde getan hat und wie sehr er als Wegbegleiter geschätzt wurde. Seine speziellen Aufgaben in der Gemeinde werden sich Nora Göbel und Christel Weber teilen. Während Nora Göbel den Konfirmanden-Unterricht macht, übernimmt Christel Weber die Begleitung des Mini-Maxi-Gottesdienstes.

Anfang April ereilte uns die traurige Nachricht vom viel zu frühen Tod meines Vorgängers im Pfarramt und langjährigen Pastors der Gemeinde, Alfred Menzel.Er starb im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit. Überall in der Stadt drückten Menschen ihre Betroffenheit, ihr Mitgefühl und ihre Wertschätzung aus. In einer bewegenden Trauerfeier haben wir am 20. April von ihm Abschied genommen. Unser Presbyter Rolf Kriete erinnert in diesem Gemeindebrief an Pastor Menzel.
Erst heute erreicht uns die Nachricht vom Tod von Dorothee Niehaus. Sie ist mit 81 Jahren ebenfalls nach schwerer Krankheit gestorben. Dorothee Niehaus hat über 20 Jahre den Kindergarten Neustadt geleitet und war mit der Gemeinde sehr verbunden. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Einen Nachruf werden wir im nächsten Gemeindebrief veröffentlichen.
Freuen dürfen wir uns für und mit Ehepaar Theiling. Unser langjähriger Pfarrer und seine Frau haben am Tag vor Himmelfahrt ihre Goldene Hochzeit gefeiert. Wir gratulieren Ihnen noch einmal von dieser Stelle aus von Herzen und danken Gott für den Segen, den sie erfahren haben.

Wie nahezu immer steht am Ende dieser Rubrik unsere Ermutigung an Sie, liebe Gemeindeglieder, sich am aktiven Leben der Gemeinde zu beteiligen: Unsere Gottesdienste sind liebevoll gestaltet und bieten Nahrung für Seele und Geist. Alle sind herzlich willkommen! Und manche unserer „Dienstgruppen“ könnten durchaus Unterstützung gebrauchen: Der Gemeindebrief will verteilt werden, der sonntägliche „Marien“-Kaffee gekocht werden, und Menschen freuen sich über unseren Besuch, gerade wenn sie selbst nicht mehr so mobil sind. Kirche, das sind wir alle!

Pfarrerin Christel Weber im Sommer 2018

Neues Presbyterium eingeführt

Foto: Jörn Fries © 2016

Im Gottesdienst am Sonntag Judica, dem 13. März 2016, wurden die am 14. Februar 2016 gewählten bzw. wiedergewählten Presbyterinnen und Presbyter durch Pastor Alfred Menzel in den Dienst der Gemeindeleitung eingeführt bzw. an ihr Gelöbnis erinnert.

Neu gewählt wurden:

Frau Melanie Kreuter, Herr Alexander Obermann, Frau Kerstin Taschka

Weiterhin berufen sind: 

Herr Christian Farbritz, Herr Ulrich Grothaus, Herr Markus Köhler, Herr Rolf Kriete, Frau Stephanie Mense, Herr Peter Salchow, Herr Hans-Joachim Weithöner