Buß- und Bettag (Mittwoch 21.11.2018)

Alle Jahre wieder, elf Tage vor dem ersten Advent feiert die Evangelische Kirche den Buß- und Bettag. Als gesetzlicher Feiertag ist er seit 1995 abgeschafft, in der evangelischen Kirche hat er jedoch noch seinen Platz. 

Am Buß- und Bettag werden wir zur Umkehr und zum Gebet aufgerufen. Oft wohnt in uns die Ahnung, dass wir etwas an unserer Lebensweise ändern müssten: vielleicht sind wir rastlos, vielleicht hart zu anderen, hart zu uns selbst. Wir tun anderen Unrecht, sind aber auch nicht gut zu uns selbst. Der Buß- und Bettag richtet den Blick auf uns. An diesem Tag ist Raum und Zeit, dass wir ehrlich zu uns selbst sind. Und zugleich werden wir nicht reduziert auf unsere Schwächen und Unzulänglichkeiten, sondern Gott spricht sein liebevolles „Ja“ zu uns – obwohl wir Fehler machen. Diese Fehler einzusehen, so schmerzhaft das auch ist, und den Kurs zu wechseln, dazu ruft der Buß- und Bettag auf. Und er erinnert daran, dass wir das an jedem Tag tun können. Damit wir nicht mehr dem Weg der Verletzungen und des Streits folgen, sondern dem Weg der Achtsamkeit, Gerechtigkeit und Liebe.  

Der Buß- und Bettag richtet sich an den Einzelnen und auch an seine Rolle und Verantwortung in der Gesellschaft. Als Gemeinschaft der Christen schauen wir auch auf den Weg, den wir mit unseren Mitmenschen in der Welt gehen. Deswegen gehört zu diesem besonderen Tag auch die Bitte um Frieden und den Schutz des Lebens für alle Menschen und auf der ganzen Welt.  

Schaut man auf die Geschichte des Buß- und Bettags, dann fallen mehrere Dinge ins Auge: Er ist keine Erfindung der evangelischen Kirche. Als ein Tag, der der Buße, dem Gebet und dem Fasten gewidmet ist, kam er schon in der Antike vor. Früher gab es wesentlich mehr Buß- und Bettage im Verlauf des Jahres. Diese Tage wurden nicht von der Kirche angeordnet, sondern von der staatlichen Obrigkeit. Da Deutschland in der Neuzeit in verschiedene Territorien unterteilt war, gab es auch unterschiedliche Termine für Buß- und Bettage, die von den Obrigkeiten festgelegt wurden. 1878 gab es in den 28 deutschen Ländern insgesamt 47 Bußtage an 24 unterschiedlichen Tagen. Vereinheitlicht wurde der Buß- und Bettag als Feiertag am Mittwoch vor dem letzten Sonntag im Kirchenjahr zunächst in Preußen im Jahr 1893. Das „Reichsgesetz über die Feiertage“ von 1934 hat den Buß- und Bettag dann zum gesetzlichen Feiertag im gesamten Deutschen Reich erklärt. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wurde er dann als Feiertag wieder abgeschafft und auf einen Sonntag gelegt, nach Kriegsende wieder eingeführt. In der DDR war er bis 1967 ein arbeitsfreier Feiertag, was aber rückgängig gemacht wurde, als die 5-Tage-Woche Einzug hielt. In den westdeutschen Bundesländern dauerte es bis 1981 bis der Buß- und Bettag einheitlich als arbeitsfreier Feiertag begangen wurde.

Der Buß- und Bettag in seiner gegenwärtigen Gestalt hat wenig gemein mit den alten Buß- und Bettagen als kirchlich zu begehenden Staatsfeiertage. Heute ist der Buß- und Bettag ein kirchlicher Feiertag, der thematisiert, dass sowohl jeder Einzelne, als auch die Gemeinschaft Verantwortung in der Welt haben. 

Heike Stöcklein, Vikarin

Mittwoch, 21. November 19.00 Uhr, Gottesdienst am Buß- und Bettag - Pfarrerin Christel Weber 

 

 

Meldungen aus unserer Kirchengemeinde

Kitaflohmarkt voller Erfolg

Zwei Nachbargemeinden trafen sich wieder

Werbung für Fairen Handel auf dem Kesselbrink

Eule-Orgel eingeweiht

Nordportal nach 50 Jahren wieder offen!

weitere Meldungen
20.11.2018

Kostenlose UK-Exemplare mit dem Weihnachtspreisrätsel

19.11.2018

Westfälische Landeskirche: Diskussionsprozess über Kirche und Migration begonnen

19.11.2018

Vizepräsident Dr. Arne Kupke legt Haushaltsplan 2019 vor / Neue „Kultur des Miteinanders“

Losung

Das aktuelle Foto

Reformationstag 2018

Neue Emailadresse!

Seit diesem Sommer haben wir eine neue Emailadresse:

neustadt-mariendontospamme@gowaway.kirche-bielefeld.de

Unter dieser Adresse können Sie das Gemeindebüro erreichen.

Achtung! Die alte Adresse ist nicht mehr erreichbar!

 

 

Willkommen!

Herzlich willkommen auf den Internetseiten der Ev.-Luth.
Neustädter Marien-Kirchengemeinde Bielefeld. 

Wir freuen uns, dass Sie unser Angebot nutzen!

Adressen, Telefonnummern und weitere nützliche Informationen 
finden Sie unter dem  Menüpunkt Gemeinde
in der rechten Spalte.

Möchten Sie - als Gemeindemitglied, Teilnehmer oder Mitwirkender -
einen Beitrag für diese Homepage beisteuern oder haben Sie technische Fragen, so wenden Sie sich bitte an Herrn Grothaus

Öffnungszeiten Kirche

Die Marienkirche ist seit Anfang Dezember 2017 in der Regel tagsüber und zu den Gottesdiensten wieder geöffnet.

 

 

 

Nachruf Pastor Alfred Menzel

Hier kommen Sie zum Nachruf auf Pastor Alfred Menzel.

Den Text der Ansprache zum Abschied von Pastor Alfred Menzel (1. Korinther 13, 12) von Superintendentin Regine Burg finden Sie hier: Download.

Servicebereich

Hier finden Sie Formulare, Texte, Anträge

zu den Themen:

  • Taufe
  • Hochzeit
  • Silberne Hochzeit
  • Umpfarrung