Auf dem Weg zu unserer Neuen Orgel

(September 2015) 

Am 14. Juli haben sich Vertreter der Orgelbaufirma Eule, der Unteren und der Oberen Denkmalbehörde, so wie des Orgelausschusses und des Bauausschusses unserer Gemeinde in der Neustädter Marienkirche getroffen, um über Details der Prospektgestaltung (also der Vorderansicht) und der Gehäusegestaltung zu sprechen. Verabredet wurde, dass nach den Bauplänen der Orgelbaufirma mindestens ein Modell hergestellt werden soll, an Hand dessen dann über die Kleindetails entschieden werden kann. Wichtig ist und bleibt, dass unsere Neue Orgel sich im Raum gut einpasst und dennoch auch ein eigenes Gesicht hat. Die Entscheidung über ihre letztliche Form hängt wesentlich damit zusammen, wie sie innen konstruiert sein muss, damit – anders als bei der Kleuker-Orgel – sowohl die Pfeifen genug Platz haben, um den Klang optimal anzugeben, als auch alle Zugänge und Durchgänge so gestaltet sind, dass alle Wartungen ohne Probleme durchgeführt werden können und alle zu wartenden Teile gut erreichbar sind.

Schon vor dem Treffen wurde an uns die Frage herangetragen, ob es möglich wäre, noch einen Zimbelstern in die Orgel zu integrieren. Diese Frage konnte bei dem Treffen durch die Orgelbauer bejaht werden. Über mögliche Gestaltungen im Orgelprospekt wurde am 14.07. auch gesprochen. Einzelne Personen haben sich bereits erklärt, dafür gesondert spenden zu wollen. Wenn wir die Gesamtsumme für einen Zimbelstern mit 6 Schalenglocken und elektrischem Antrieb in Höhe von 3585,60 € bis Februar 2016 zusammenbekommen, dann kann diese spielerische Ergänzung unserer Neuen Orgel mit aufgenommen werden.

Eine weitere Ergänzung wurde ebenfalls verabredet: Durch den vereinbarten Einbau einer elektrischen Setzerkombination kann auch noch eine Crescendowalze, die ein stufenloses Aufregistrieren ermöglicht, eingebaut werden.

An der Ausstellungswand in der Kirche hängt seit dem 12.07. ein großes Plakat, auf dem ersichtlich ist, welche Pfeifenpatenschaften bereits übernommen wurden.

Helfen Sie auch mit und werden Sie Pfeifenpate bei unserer Neuen Orgel!

Wunschkonzert

(Mai 2015)

Wer sich für Unsere Neue Orgel engagieren will, kann dies nicht nur mit der Übernahme oder dem Verschenken einer Pfeifenpatenschaft tun (Flyer dazu liegen in der Kirche aus), sondern auch im Bielefelder Orgelsommer beim Benefizwunschkonzert am 12.07.2015 tun.

Für dieses Konzert können Werke, die man gerne hören würde, von der untenstehenden Liste bestellt  werden. Für jede Bestellung muss die dazu angegebene Summe bezahlt werden, damit das Werk erklingt. Je öfter ein Werk bestellt wird, desto höher der Erlös für die Neue Orgel.

Und so wird es gemacht: Sie suchen sich das Orgelwerk, das Sie am 12.07. hören möchten, aus der Liste heraus und bestellen es per Mail oder mittels der in der Kirche ausliegenden Zettel beim Evangelischen Stadtkantorat (Papenmarkt 10a, Tel.: 0521 / 17 59 39; ev.stadtkantorat@kirche-bielefeld.de)

Sobald das Werk bezahlt wurde (bar im Evangelischen Stadtkantorat) oder per Überweisung (Konto: Neustädter Mariengemeinde; IBAN DE36 4805 0161 0002 1496 26 mit Vermerk „Wunschkonzert + Name des Bestellers ), wird es auf das Programm des Konzertes gesetzt. Der Erlös aus diesen Bestellungen trägt mit bei zur Finanzierung unserer Neuen Orgel.

Und das sind die Werke:

1

Jeremiah Clarke

Prince of Denmark

10,-

2

Henry Purcell

Trumpet Tune

5,-

3

Dietrich Buxtehude

Praeludium, Fuge und Ciacona in C

20,-

4

Johann Pachelbel

Kanon

15,-

5

Johann Sebastian Bach

„Jesus bleibet meine Freude“ aus BWV 147

10,-

6

Johann Sebastian Bach

„Ich ruf zu dir“ aus dem Orgelbüchlein

5,-

7

Johann Sebastian Bach

Toccata und Fuge d-Moll

20,-

8

Johann Sebastian Bach

Pastorale aus dem Weihnachtsoratorium

15,-

9

Johann Sebastian Bach

Concerto a-Moll nach Antonio Vivaldi

20,-

10

Wolfgang Amadeus Mozart

Adagio, Allegro, Allegro KV 594

15,-

11

Felix Mendelssohn Bartholdy

Hochzeitsmarsch

10,-

12

Robert Schumann

Kanonetüde op. 56, 2

10,-

13

Robert Schumann

Kanonetüde op. 56, 3

10,-

14

César Franck

Prélude, Fugue et variation op. 18

15,-

15

Charles Dubois

Marche des Rois Mages

15,-

16

Max Reger

Introduktion und Passacaglia d-Moll o.O.

20,-

17

Charles Marie Widor

Toccata aus der V. Symphonie op. 42

20,-

18

Scott Joplin

Entertainer

15,-

19

Edward Elgar

Pomp and Circumstance Nr. 1

15,-

20

???

Überraschungstitel

15,-

 

 

 

Der Weg zu unserer Neuen Orgel wird immer kürzer

(Februar 2015)

Im Herbst dieses Jahres werden in der Orgelbaufirma Eule die Arbeiten für unsere Orgel beginnen – der Zeitraum bis zur Vollendung ist nun schon sehr überschaubar!

Seit Dezember 2014 suchen wir verstärkt nach Pfeifenpaten, um die letzten noch nötigen Mittel zur Finanzierung unserer Orgel einzuwerben.  Etliche Menschen haben sich bereits gemeldet und eine Pfeifenpatenschaft in Auftrag gegeben. Dabei sind die Wünsche sehr unterschiedlich – mancher möchte einfach durch seine Spende zur Vervollständigung eines Registers beitragen, mancher wünscht sich ganz konkret eine Patenschaft für eine oder mehrere bestimmte Pfeifen.

Wie es mit den Patenschaften für die Pfeifen unserer Neuen Orgel aussieht, kann man mittlerweile in unserer Kirche, in der  Ausstellung zur Orgel verfolgen, wo für alle Werke der Orgel Tabellen aushängen, die laufend aktualisiert werden.

Wir haben bereits zum Jahreswechsel die magische Zahl von 800.000€ Spenden „geknackt“, nun fehlen noch rund 84.000€ zur Gesamtsumme für die Orgel samt Nebenkosten.

Helfen Sie mit, werden Sie Pfeifenpate!

Presbyterium legt sich auf einen Orgelbauer fest

(12.2.2013)

Nachdem im Dezember die Angebote für die Neue Orgel der Neustädter Marienkirche eingegangen sind, hat sich das Presbyterium auf eine Orgelbaufirma festgelegt, mit der die genauen Details zur neuen Orgel besprochen wurden und werden, damit ein konkreter Auftrag erteilt werden kann.

Es steht nun also fest, dass die neue Orgel von der Orgelbaufirma Eule (Bautzen) gebaut werden wird.

Vor der Auftragserteilung müssen noch die erforderlichen Genehmigungen durch das Landeskirchenamt eingeholt werden, die Gemeinde ist aber zuversichtlich, dass dies möglichst zeitnah geschehen wird und dann im Frühjahr noch der Auftrag für die Neue Orgel erteilt werden kann.

Die Firma Eule ist eine traditionsreiche Orgelbaufirma, gegründet 1872 in Bautzen von Hermann Eule. Bereits im 19. Jahrhundert entstanden von Eule Orgelbau viele hochwertige Instrumente, die auf Grund ihrer grundsoliden Bauweise und klanglichen Schönheit den Ruf der Firma schon bald weit über die Oberlausitz hinaus trugen. Über mittlerweile 140 Jahre hinweg ist die Firma in ungebrochener Tradition in Händen der Familie Eule; auch in den Zeiten der DDR hat die damalige Firmenchefin Ingeborg Eule es vermocht, den Betrieb als VEB so weiterzuführen, dass er 1990 nach der Wende nicht nur fast unbeschadet in Familieneigentum übergehen konnte, sondern auch seinen Traditionen und Prinzipien treu geblieben war.

Heute gehört Eule Orgelbau zu den führenden deutschen Orgelbaufirmen. Namentlich für das Orgelneubauprojekt in der Neustädter Marienkirche, für das eine Rückbesinnung auf Bauprinzipien und Klangideale der deutschen Frühromantik gefordert ist, qualifiziert sich die Firma durch ihre vielen erfolgreichen Restaurierungen von Instrumenten aus dieser Zeit.

Dass die Fa. Eule in der Lage ist, diese Prinzipien in eine neue Orgel, die heute klanglich und technisch auch neuen Anforderungen gerecht werden muss, zu transferieren, ohne dass es sich bei solch einem Instrument um eine bloße Stilkopie handelt, hat sie hinlänglich bewiesen.  

http://www.euleorgelbau.de

Ausschreibung für die Neue Orgel ist verschickt

(Dezember 2012)

Nach der Klärung der Vorgaben des Denkmalamtes und der Entscheidung für den Standort der Neuen Orgel war mit der Festlegung und Versendung des Ausschreibungstextes für die Neue Orgel an die ausgewählten Orgelbaufirmen in den Wochen seit Beginn der Sommerferien ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu dem vom Presbyterium der Neustädter Marienkirche beschlossenen Orgelneubau zu gehen. 

Vor über einem Jahr hatte das Presbyterium angesichts des sich rapide verschlechternden Zustandes der Kleuker-Orgel beschlossen, dass dem Orgelneubauprojekt nun absolute Priorität einzuräumen sei und nun konnte – gemäß aller Richtlinien der Landeskirche - endlich die Bitte um die Abgabe von Angeboten für die Neue Orgel an die Firmen Eule / Bautzen, Kuhn / Männedorf, Schweiz und Schiegnitz / Albsheim / Grünstadt versandt werden. 

Der Ausschreibungstext entstand – wie es landeskirchlich vorgesehen ist - in verschiedenen Gesprächen zwischen der Kirchenmusikerin Ruth M. Seiler, Rudolf Innig und Heinrich Stippich als besonders sachkundigen Orgelausschussmitgliedern sowie dem Orgelausschuss einerseits und dem Sachverständigen der Landeskirche andererseits. Einvernehmlich hatten sich alle Beteiligten darauf geeinigt, dass der Ausschreibungstext den Firmen einerseits ein Grundkonzept und einen möglichen Umfang der Neuen Orgel vorgeben soll. Andererseits sollen aber auf der Basis dieses immer wieder besprochenen Konzeptes der Orgel, das sich – wie stets betont - klanglich an der deutschen Frühromantik orientieren soll, die Firmen möglichst viel Freiheit haben, eigene kreative Lösungen zu entwickeln. Da die Gemeinde drei Firmen ausgewählt hat, die nachweislich exzellente Orgeln bauen, freuen wir uns nun auf drei interessante Angebote, die spannende Lösungen für die Neue Orgel anbieten. 

Die Firmen sind gebeten, ihre Angebote bis 15.12.2012 an die Gemeinde zu geben, sodass in den ersten Monaten des Jahres 2013 ein Auftrag erteilt werden kann. Da einzelne erhebliche Spendengelder im Jahr 2013 abgerufen werden müssen, um nicht zu verfallen, ist es wichtig, dass diese Zeitschiene eingehalten wird.

Im Februar wird daher die nächste „Orgel .“- Veranstaltung (Sa, 23.02., 18.00 Uhr) zur Grundkonzeption der neuen Orgel stattfinden. Herzliche Einladung!

Ausschreibung für die neue Orgel

(September 2012)

Mit großer Freude können  wir nun der Gemeinde mitteilen, dass das Presbyterium  im Juli in einer Sondersitzung endgültig beschlossen hat, wo und wie die Neue Orgel in der Neustädter Marienkirche stehen wird. Dieser Beschluss war die wichtigste noch fehlende Entscheidung, um überhaupt Angebote für die Neue Orgel einholen zu können und dann einen Auftrag zu vergeben.

Der Standort beeinflusst  wegen der jeweilig sehr unterschiedlichen Bedingungen in Bezug auf die zur Verfügung stehende Raumhöhe und – tiefe als auch durch die Anforderungen für die sogenannte „Intonation“ (Bearbeitung der einzelnen Pfeifen in Bezug auf Lautstärke, Klangfarbe und Intensität) das Gesamtbild der Neuen Orgel wesentlich.

Nur mit dem Wissen um den wirklichen Standort können den Firmen die wesentlichen  Vorgaben  für die äußere, innere  und klangliche Gestalt der Neuen Orgel gestellt werden.

Nur mit dem Wissen um den wirklichen Standort können die Firmen ihre Angebote für den Neubau erarbeiten: Welche Register bringt man überhaupt wie unter? – Wie sollen die einzelnen Teilwerke der Orgel ausgestattet sei? - Wie müssen die einzelnen Pfeifen intoniert werden, damit ein optimales Klangbild entsteht? – Wie muss der Prospekt der Orgel gestaltet sein, um ihn zu einem optischen Zugewinn für den Gesamtraum Kirche werden zu lassen? – Wie können Spieltrakturen und Windsystem angelegt sein, um ein möglichst leichtes Spiel und eine gute Führung des Windes zu den Pfeifen zu gewährleisten?

In einer langen Abendsitzung in der Neustädter Marienkirche hatte sich das Presbyterium vor einigen Wochen von Stadtkantorin Ruth M. Seiler erläutern und demonstrieren lassen, wie sich verschiedene Standorte optisch und klanglich im Kirchenraum ausnehmen. Auf Anraten des landeskirchlichen Bauamtes wurde dazu  dem Architekturbüro Soan aus Bochum der Auftrag erteilt, Ideen darüber zu entwickeln, welche Möglichkeiten sich für die Gesamtraumgestaltung der Kirche ergeben, wenn der bisherige Standort der Orgel aufgegeben wird. Nach einer Demonstration dieser  Ideen Anfang Juli wurde dann der nun gültige Beschluss gefasst:

"In Bewertung des Rangs und der Funktion einer neuen Orgel im Gesamtraum der Neustädter Marienkirche soll das Turmjoch der Aufstellungsort für die neue, bodenständige Orgel werden. Hierbei sind die Vorgaben des Denkmalamtes entsprechend Protokoll vom 21.5.2012 zum Termin am 13.3.2012 zur Kenntnis genommen und die Vorgaben der Orgelrichtlinie vom 4. Oktober 1963 zur Realisierung des Instrumentes bekannt."


Der nun beschlossene Aufstellungsort zu ebener Erde im Turmjoch vor dem hinteren Eingang (Orgelstandort A) ist aus klanglicher, kirchenmusikalisch-praktischer und aus Architekten-Sicht im Hinblick auf das Gesamtraumbild der optimale Standort für die Neue Orgel.

Wichtig für die Gemeinde ist vor allem: Der hintere Eingang wird dabei erhalten bleiben und auch ein guter Teil des Westfensters wird weiter zu sehen sein.

Doch vorher müssen – gemäß den Richtlinien für den Orgelneubau – die Details zur Neuen Orgel festgelegt werden – welche Register, welche Spieltraktur, welches Windladensystem u.v.a.m.

Die Orgelrichtlinie der Westfälischen Landeskirche sieht dazu vor:

"Die Disposition einer neuen Orgel wird, wenn ein hauptberuflicher örtlicher Kirchenmusiker vorhanden ist, in der Regel von diesem in Zusammenarbeit mit einem Orgelfachmann entworfen und ist dem zuständigen Orgelsachverständigen von der Kirchengemeinde mit einer Stellungnahme des Kirchenmusikwarts zur Prüfung einzureichen. Zur Disposition gehören auch die Angaben über das Windladensystem, über Spieltischanlage, Klaviaturenumfang und das Traktur- und Regierwerk."

 

An die Erstellung der Disposition werden wir – Stadtkantorin und fachkundige Mitglieder des Orgelausschusses  - uns sofort nach dem Urlaub im August machen, damit möglichst bald die Angebote der ausgewählten Firmen eingeholt werden können und dann Anfang 2013 ein Auftrag für die Neue Orgel vergeben werden kann.

 

Damit die Gemeinde und auch sonst alle, die sich durch Spenden, ehrenamtliche Unterstützung oder ihr  oft langjähriges wohlwollendes Interesse dem Orgelneubau in der Neustädter Marienkirche verpflichtet fühlen, auf dem Weg zur Neuen Orgel mitgenommen werden und der Entstehungsprozess der Neuen Orgel möglichst transparent wird, laden wir ab Herbst zu verschiedenen Veranstaltungen ein, die unter dem Namen


„Orgel .“


stehen werden und bis zur Fertigstellung der Neuen Orgel fortgesetzt werden.

 

Die erste dieser Veranstaltungen, der „Orgel . 1“ findet statt am

 

20.10. um 18.00 Uhr.

 

Näheres dazu im „Kirchenmusikalischen Veranstaltungskalender“.

Orgelprojekt