Alfred Menzel

Alfred Menzel war von 1984 bis 2016 Pfarrer der Neustädter Marien-Kirchengemeinde. Er ist geboren 1951 in Unna und aufgewachsen in Dortmund.

Studium der Ev. Theologie in Münster und Tübingen, sowie der Philosophie und Empirischen Kulturwissenschaft in Tübingen.

  • 1981 bis 1984 Vikariat in West- und Ostberlin.
  • 1998 Kontaktstudium am Union Theological Seminary in New York.
  • 2010 "Studium in Jerusalem" an der Hebrew University.

Seit Sommer 2016 lebt Pastor Alfred Menzel in Berlin.

  

Presbyteriumswahl in der Neustädter Mariengemeinde

15 Kandidierende bewerben sich auf die 10 Positionen! 

Die Wahlen zum Presbyterium finden am kommenden Sonntag, dem 14. Februar, statt. Die Stimmabgabe kann in der Zeit von 11.15 bis 17.00 Uhr im Gemeindesaal erfolgen! 

Wahlberechtigt sind alle Gemeindeglieder, die am Wahltag das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben und deren Namen im Wahlverzeichnis stehen; demnach sind 3.275 Personen der Neustädter Mariengemeinde zur Stimmabgabe berechtigt.
 
Die öffentliche Auszählung der Stimmen erfolgt ab 17.00 Uhr. Im Anschluss wird das Wahlergebnis bekannt gegeben.

Der Antrag auf Ausgabe von Briefwahlunterlagen kann persönlich oder durch bevollmächtigte Personen mündlich oder schriftlich bis Donnerstag, den 11. Februar, im Gemeindebüro, Papenmarkt 10 a, oder bei Pfarrer Menzel (Tel.: 0521 / 67905;  e-mail: neustadt-marien2@bitel.net) gestellt werden. Öffnungszeiten des Gemeindebüros: am Mittwoch von 14.30 bis 16.30 Uhr und am Donnerstag von 9.30 bis 12.00. Uhr.

 

 

Bekanntmachung zur Presbyteriumswahl im Gottesdiest am 24. Januar 2016

Die Wahl des Presbyteriums findet am Sonntag, den 14. Februar 2016, statt. Fünfzehn Personen bewerben sich, zehn Positionen sind in dem Leitungsgremium der Neustädter Marien-Kirchengemeinde zu besetzen. 

Die Wahl wird in der Zeit von 11.15 bis 17.00 Uhr im Gemeindesaal des Gemeindehauses am Papenmarkt durchgeführt werden. 

Am vorhergehenden Sonntag, also am Sonntag, den 7. Februar 2016, wird die Gemeinde zu einer „Persönlichen Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten“ in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr in den Gemeindesaal eingeladen.

Flyer zur Presbyteriumswahl mit Angaben zur deren Durchführung und Textbeiträgen der fünfzehn Kandidierenden liegen zur Mitnahme in Kirche und Gemeindehaus aus. Sie werden in den nächsten Tagen als Wahlaufrufe an alle Haushalte der Gemeinde verteilt.

Wer zur persönlichen Stimmabgabe verhindet ist, kann auf Antrag sein Wahlrecht durch Briefwahl ausüben. 

Der Antrag auf Ausgabe von Briefwahlunterlagen kann persönlich oder durch bevollmächtigte Personen mündlich oder schriftlich ab heute bis Donnerstag, den 11. Februar, im Gemeindebüro, Papenmarkt 10 a, gestellt werden. Öffnungszeiten des Gemeindebüros: mittwochs von 14.30 bis 16.30 Uhr und donnerstags von 9.30 bis 12.00 Uhr.

Sie können aber auch schon heute nach dem Gottesdienst das Formular „Antrag  auf Ausgabe von Briefwahlunterlagen“ bei der Küsterin Bury bzw. bei Pastor Wolf-Barnett erhalten. 

Wahlberechtigt sind alle Gemeindeglieder, die am Wahltag das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben und deren Namen im Wahlverzeichnis stehen; demnach sind 3.275 Personen unserer Gemeinde zur Stimmabgabe berechtigt. 

Als Evangelisch-lutherische Gemeinde ist uns daran gelegen, dass die Wahl des Leitungsgremiums durch die Stimmabgabe Vieler entschieden wird.

Gehen Sie zur Wahl! Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch!

 

 

Geleitwort GB 149

Die Stadt summt und brummt. Um mich herum fällt das Herbstlaub, die Straßenbahn rauscht vorbei, ein Fahrradfahrer saust über den Zebrastreifen, über der Häuserzeile sehe ich schon die Türme der Neustädter Kirche, eine meiner neuen Predigt- und Wirkungsstätten. Mir fällt der Satz aus Psalm 31 ein: Du stellst meine Füße auf weiten Raum. 

Die alte Stadt gilt es neu zu entdecken, die vielen Gesichter und Namen in der Gemein- de, die vielen spannenden Lebensgeschichten der Gemeindeglieder, die Kollegen und Mit- arbeitenden, die Musik, die Geschichte dieses alten Gemäuers. Ein unglaublich weiter Raum tut sich vor mir auf. Ich gehe die ersten Schritte auf diese große Kirche zu, mitten in der Stadt. Sie ist ein Raum Gottes und ein Raum der Menschen. Sie haben die Kirche und das Gemeindehaus in den vielen Jahren immer wieder verändert, gestaltet, darin gelebt. Noch sind dieser Kirchraum, diese Gemeinde und dieser Stadtteil fremd. Eine unentdeckte Weite. 

Du stellst meine Füße auf weiten Raum. Der Satz schwingt nur so vor lauter Möglichkeiten, vor Freiheit und Selbstbestimmung. Es ist mir erlaubt und zugetraut, neue Schritte zu gehen. Jeder Tag ist wie so ein neuer Raum, den wir betreten und für uns einnehmen müssen. Morgens aufstehen, das ist Schritt eins. Den Weg zur Arbeit gehen, Schritt zwei. Erneut das Gespräch mit den Kollegen suchen, Schritt drei. Ein neuer Tag – ein neuer Raum, ein Zeitraum, oder ein Zimmer, das wir morgens neu betreten und mit Leben füllen. Wen besuche ich heute, wie verbringe ich die langen Nachmittagsstunden? Wer besucht mich in meinem Raum, wenn ich ihn mal nicht verlassen kann? Immer neu losgehen, das ist schwer. Das kostet Kraft. 

Der Blick auf die eigenen Füße, die so viel Raum haben, die überall hingehen könnten: Da kann einem schwindelig werden! Du stellst meine Füße auf viel zu weiten Raum!! Ich stolpere, ich falle in seine endlose Leere. Wohin soll ich schon wieder gehen? Kann ich auch einfach sitzen bleiben, wenn ich müde bin? Wie weit muss ich gehen, bis die Grenze erreicht ist? Und ist sie mein ersehntes Ziel oder schränkt sie mich ein, wenn ich sie erreicht habe? 

HERR, auf dich traue ich, lass mich nimmermehr zuschanden werden, errette mich durch deine Gerechtigkeit! Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest! 

Der Psalm hat noch mehr Verse. Zum Glück. Gott, du stellst meine Füße auf weiten Raum, aber ich muss diesen Raum nicht alleine durchqueren, du gehst mit mir. Und er ist nicht leer, sondern angefüllt mit den anderen Menschen, die selber jeden Morgen neu losgehen und die auch nach stützenden Felsen suchen und die leeren Wände bunt gestalten. Die Stadt und die Gemeinde summen und brummen schon vor lauter Leben. Ich gehe weiter, Schritt für Schritt durch den Herbsttag, in Richtung Neustädter Marienkirche. 

Ihre 

Pfarrerin Susanne Stöcker

Wiedereinweihung des Gemeindehauses

Tagebucheintrag (Seitenauszug)

Am Sonntag, den 11. Mai 2014, wird nach umfangreicher Sanierung das denkmalgeschützte Gemeindehaus der Neustädter Mariengemeinde wieder eingeweiht.

Nach dem Festgottesdienst um 11.00 Uhr wird im Rahmen des Gemeindefestes auch ein kleiner geschichtlicher Rückblick auf das Gebäude gezeigt. Der Rückblick beginnt mit einer Besonderheit, mit einem Tagebucheintrag eines jungen Mädchens aus der Gemeinde, geschrieben am 5. Juli 1953, an dem Tag an dem die Gemeinde die Einweihung feierte. Der nebenstehende zu lesende Eintrag spiegelt eindrücklich die damalige Stimmung wider.

Des Weiteren werden frühere und aktuelle Pressemeldungen, Fotos sowie zusammengetragene Informationen der wenigen Zeitzeugen zur  Geschichte des Gemeindehauses gezeigt.

P. Salchow

Weitere Informationen auf den Seiten des Kirchenkreises: www.kirche-bielefeld.de 

Gemeindehaus: Baugenehmigung

Optimistisch: Pfarrer Alfred Menzel, die Presbyter Markus Köhler und Stephanie Mense und Pfarrer Ulrich Wolf-Barnett (v. l.) vor dem Gemeindehaus der Neustädter Mariengemeinde.

Neustädter Mariengemeinde: Konzeptpapier und Umbau

Von Kurt Ehmke (Text) und Andreas Frücht (Foto)

„Das sind für uns gute Nachrichten“, sagt Pfarrer Alfred Menzel. Und meint damit, dass die Neustädter Marienkirchenge- meinde die Baugenehmigung für die Sanierung ihres Gemeindehauses erhalten hat – inklusive neuem Nutzungskonzept. Das teilte Menzel am Rande eines Diskussionsabends von etwa 50 Gemeindemitgliedern mit. Thema: Ein Konzeptionspapier des Presbyteriums der evangelischen Innenstadtgemeinde, das am Montag beschlossen werden soll.

Das 1953 gebaute Gemeindehaus am Papenmarkt geriet zuletzt immer wieder in die Schlagzeilen: Es muss saniert werden, einen Verkauf lehnten Kirchenkreis und Landeskirche 2009 ab. Stattdessen wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt.

Heute ist Pfarrer Menzel froh, dass es nicht zum Verkauf kam. Und noch zufriedener ist er, dass nun das Untergeschoss gewerblich genutzt und damit vermietet werden kann. Architekt Kai Brüchner-Hüttemann hatte 2009 diese Nutzung angestrebt, wollte aber kaufen.

Nun wird saniert. 450.000 Euro gibt die Gemeinde aus, eine Belastung, die durch die Vermietung der 280 Quadratmeter im Erdgeschoss „rekapitalisiert“ werden soll, wie Menzel sagt. „Wir haben schon Interessenten, wir suchen einen verlässlichen Dauermieter.“ Noch im Frühjahr soll mit der Sanierung begonnen werden, derzeit wartet die Gemeinde auf innerkirchlich grünes Licht. „Damit rechnen wir in den nächsten Wochen.“

Mit dem Haus gegenüber der markanten Innenstadtkirche mit ihren zwei Türmen bleibt der Gemeinde in zentraler Lage ein Ensemble erhalten, das im gestern diskutierten Positionspapier als „evangelische Platzansage“ und „Leuchtturm“ bezeichnet wird. Einer, der in die Stadt „ausstrahlen“ solle. Menzel: „Wir müssen die Gesellschaft wieder stärker ansprechen auf religiöse Dimensionen, wir müssen deutlicher werden.“

In einer kleiner werdenden Kirche sieht er auch die Chance, „klarer religiöse Kompetenz zu beweisen“. Apropos kleiner: Auf lange Sicht, Menzel spricht von 20 Jahren, sieht er die beiden großen Innenstadtkirchen zusammenrücken, „das geht so nicht auf lange Sicht“. Es gebe „gewisse Reibungsverluste, die wir uns nicht mehr lange leisten können“ – bei den Gebäuden (Nicolaikirche und Neustädter Marienkirche) und in den Gemeinden. Immer wichtiger werde das Ehrenamt für die Kirche, „wir müssen es ausbauen und intensivieren“.

Zum Konzeptionspapier sagt Menzel: „Ein solches Papier ist ein Arbeitspapier, ein Kompromiss – und kein Evangelium.“

Übernahme aus der NW vom 8.1.2013.  

 

 

Bunte Kugeln für das Weihnachtsfest

Fleißige Hände: Christa Gräßlin und Jonny bekleben eine Kugel mit Krepppapier.

Konzentriert bei der Sache: Peter Salchow hält die Papierkugel, die Ferdinand bunt gestaltet.

Im Eingang der Kita hängen die Arbeiten zum Bestaunen.

Neustädter Presbyter basteln mit Kita-Kindern

Von Astrid Weyermüller (Text u. Fotos)

Wer kennt sie nicht – die glitzernden Weihnachtskugeln aus Kunststoff in Schaufenstern und Wohnzimmern? Davon gibt es tausende. Aber wie wär’s mit einer fair gehandelten Papierkugel aus Indien, liebevoll selbst bemalt und bunt verziert? Das jedenfalls dachten sich einige Presbyter der Neustädter Marien-Kirchengemeinde, bestellten zweihundert solcher Papierkugeln bei der Aktion „Weihnachten weltweit“ und machten sich auf den Weg in die beiden Kitas der Gemeinde.

Zur Einstimmung erzählt Andrea Rose den Kindern die Geschichte von der kleinen Kugel Patra, die ihren Weg von der Papiermanufaktur in Indien bis an den Tannenbaum in Bielefeld findet. Dann sind die Kinder dran – jedes darf eine Kugel gestalten. „Du kannst sie mit bunten Farben bemalen oder bekleben“, schlägt Peter Salchow vor, „und anschließend können wir auch noch Glitzer drauftun.“ Ferdinand entscheidet sich für die erste Variante, während Jonny zusammen mit Christa Gräßlin eine weiße Papierkugel nach und nach mit buntem Krepppapier verkleidet. Julius und Ulrich Grothaus sind auch schon emsig mit Pinseln und Kleber am Werke.

Kita-Leiterin Anke Schwartz ist ebenfalls begeistert von der Aktion: „Toll, so eine direkte Begegnung zwischen den Kindern und den Presbytern.“ Christa Gräßlin ergänzt: „Es hat mir großen Spaß gemacht, etwas mit den Kindern zusammen zu machen – das ist schon ganz anders als in einer Sitzung strategische Entscheidungen zu treffen.“ Vielleicht können sich also schon weitere Papierkugeln auf ihre Reise in das adventliche Deutschland freuen.

http://www.weihnachten-weltweit.de

 

 

Von Freundschaft und Vertrauen

Ausgelassen: Bertold Becker (hinten), Gesa Polkehn (6), Naemi- Hanna Kemkers (6) und Jonas Taschka (8, v. l.) spielen mit den anderen den Klassiker „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?“

Kinderfest der Innenstadtgemeinden an der Marienkirche

Text und Bild von Marten Siegmann

Mitte (masi). Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt standen am Samstag [6.7.2013] im Mittelpunkt des Kinderfestes der Reformierten, der Altstädter Nicolai- und der Neustädter Marien-Gemeinde. Begleitet von der Bibelgeschichte um Jesus und Lazarus haben sich an die 40 Kinder in und hinter der Marienkirche spielerisch mit diesen Werten auseinandergesetzt. Während beim Steine-Bemalen vor allem die Kreativität wichtig war, gab es beim großen Spiele-Angebot auch genügend Gelegenheiten, sich auszutoben.

„Wir wollten als Gemeinschaftsaktion der Gemeinden etwas mit Kindern machen“, sagte Bertold Becker, Pfarrer der Reformierten Gemeinde und Mitorganisator des Festes. Den Rahmen dafür bildet die Bibelgeschichte von Jesus und seinem Freund Lazarus. Als Lazarus krank wird und stirbt, erweckt Jesus ihn wieder zum Leben. „Anhand dieser Geschichte haben wir uns klargemacht, was es bedeutet, zusammenzuhalten“, erklärte Becker.

Gekoppelt an die Geschichte fanden immer wieder Spiele statt. Neben Dreibeinlauf und Blinde Kuh, konnten sich die Kinder auch auf einer Slackline, einer Art Hochseil, gespannt zwischen zwei Bäumen, ausprobieren. Alles Dinge, bei denen die Kinder einander unterstützen und vertrauen müssen.

Damit die Kinder gestärkt in die zweite Halbzeit des Festes gehen konnten, servierten die Mitglieder der Pfadfinderschaft Ravensberg eine Suppe im großen Zelt. „Es ist für alle ein Erlebnis in der Jurte zu essen – da passen an die 40 Kinder rein“, sagt Pfadfinder-Leiterin Lisa Sossinka.

Die Idee zu dem Kinderfest hatten die Innenstadtgemeinden gemeinsam. „Wir sind in einem Jugendkuratorium organisiert – da kam die Idee auf“, sagte Ariane Schlüter von der Nicolai-Gemeinde. „Die personalen Ressourcen werden immer weniger“, erklärt sie. „Da haben wir uns entschlossen, das Ganze zu bündeln.“ Und das Kinderfest soll nicht das letzte Mal gewesen sein.

Übernahme aus der Neuen Westfälischen Zeitung vom 8.7.2013

Neue Veröffentlichung des Amtes für missionarische Dienste erschienen

Sie würden gern wissen, was die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, über das Ehrenamt denkt? Oder sie fragen sich, wie eine Teamarbeit zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen gut gelingen kann?

Vielleicht interessiert es sie eher, welche Zukunft das Ehrenamt in der Kirche hat, oder wie in der Gemeinde die vorhandenen Fähigkeiten entdeckt und genutzt werden können. Und wenn sie schon länger in der Gemeinde mitarbeiten sind sie auf der Suche nach hilfreichen und erprobten Materialien zur Unterstützung und Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit.

Diese und weitere Themen behandelt die neu erschienene Arbeitshilfe „Aus der Praxis – Für die Praxis“, die vom Amt für missionarische Dienste der Evangelischen Kirche von Westfalen (AmD) und dem Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der Evangelischen Kirche im Rheinland (gmd), herausgegeben wird.

Das neue Heft trägt den Titel „‘Es ist mir eine Ehre‘- Engagiert in der Kirche“ und wird an alle Pfarrämter als Freiexemplar versandt.

Ältere Ausgaben sind auch im Internet einzusehen und können dort direkt heruntergeladen werden:

www.amd-westfalen.de/veroeffentlichungen

Die neue Arbeitshilfe kann direkt bezogen werden bei:

Amt für missionarische Dienste

Tel.: 0231-5409-60

Mail: info@amd-westfalen.de

Kosten: 5,00 €

Geleitwort mit Abschiedsgruß (Frühjahr 2017)

Liebe Gemeinde,

diesen Gemeindebrief erhalten Sie in der Passionszeit. Ein neueres Lied aus unserem Gesangbuch soll Sie in dieser Zeit begleiten: Loben wollen wir und ehren unsern Heiland Jesus Christ, der das Leiden und das Sterben auf sich nahm für unsre Schuld. (EG 555)

Jede Strophe beginnt mit den Worten „Loben wollen wir und ehren unsern Heiland Jesus Christ“. Im jeweils folgenden Versteil folgt die Erläuterung.

Es wird die Passionsgeschichte erzählt, zuerst ganz allgemein: Jesus ist diesen Weg gegangen für die Schuld der Menschen, er ist mit ihnen in aller Schuld solidarisch geworden. Dann im Einzelnen: der Verrat, die Gefangennahme, die Folter, die Kreuzigung. Und schließlich, bevor sich der Blick auf Ostern hin weitet, eine Deutung dieses Geschehens: Jesus ist diesen Weg gegangen, „damit wir ewig leben“ – mit ihm verbunden sind, weil er sich mit uns verbunden hat. Hier könnte sich das Osterlied „Wir wollen alle fröhlich sein“ (EG 100) anschließen!

Wer die Melodie dieses Passionsliedes hört und es selber singt, der merkt sofort, dass es eine beschwingte Melodie ist. Fast hat man den Eindruck, dass man nach dieser Melodie tanzen könnte.

Passt dieses Lied in die Passionszeit? Es ist doch so anders als z.B. O Haupt voll Blut und Wunden (EG 85).

Passt das denn in die Passionszeit – Gott loben und ehren – und dabei auch noch fröhlich singen und musizieren? Ja, das passt genau. Gott loben und ehren heißt dankbar sein, dass er allem Leiden und Sterben dieser Welt nicht ausgewichen ist, dass er diesen Weg für und mit jedem Menschen gegangen ist, dass wir deshalb in allen hellen und dunklen Stunden unseres Lebens von diesem Gott nicht getrennt sind.

Eigentlich ist das ein guter Grund, ein frohes Lied anzustimmen, z.B. in den Gottesdiensten, die wir in diesen Wochen miteinander feiern. Auf diesen gemeinsamen Weg freue ich mich.

Diese Melodie werde ich auch mitnehmen, wenn ich zum 1. April in den Kirchenkreis Gütersloh wechsle und dort in Sennestadt und ggf. an anderen Orten pastoralen Dienst tun werde. Einerseits freue ich mich auf alles Neue – aber ich bin auch traurig darüber, dass die Zeit in der Neustädter Marien-Kirchengemeinde und in der kirchlichen Nachbarschaft in der Bielefelder Innenstadt mit dem Monat März zu Ende geht. Aber das wusste ich ja von Anfang an.

Dankbar bin ich für alle freundliche Aufnahme und für die gemeinsamen Wege, die wir in dieser Zeit gehen konnten – in den Gottesdiensten, den Kindergärten, bei Besuchen, im Presbyterium, in der wöchentlichen Dienstrunde, im Posaunenchor… Ich hatte nie das Gefühl, fremd oder „nur Übergang“ zu sein.

Deshalb freue ich mich auch für Pfarrerin Weber, die zum April ihren Dienst beginnt und wünsche ihr und Ihnen als Gemeinde insgesamt einen gesegneten weiteren Weg. 

Ihr

Eckhard Biermann

 

 

Geleitwort (Herbst 2016) - Pfarrer E. Biermann

Jesus sagt: ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 Joh.14,6 

Die Zeit zwischen dem Erntedankfest und dem letzten Sonntag des Kirchenjahres ist eine eher verhaltene, eine eher nachdenkliche Zeit.

Da ist zunächst der Dank für den reich gedeckten Tisch und zugleich das Wissen darum, dass wir Verantwortung tragen für ungleich verfügbare Lebensmittel und Wasser, das nicht überall selbstverständ- lich genießbar ist.

Da feiern wir den Geburtstag der evangelischen Kirche am Refor- mationstag und lassen uns zugleich daran erinnern, dass wir selber als Getaufte „Kirche“ sind und das auch selber zu leben und zu be- zeugen haben – auf dem eigenen Weg und in dieser Welt.

Nachdenklich und dankbar sind wir auch am Buß- und Bettag, wenn wir das vor Gott legen, was uns bewegt; wenn uns besonders klar wird, dass wir allzu oft uns von diesem Gott entfernt haben und zugleich zugesprochen bekommen, dass dieser Gott uns vergibt – immer wieder neue Anfänge mit uns macht.

Und schließlich der Blick auf das ganze Leben, auf den Weg zwischen Geburt und Tod – und bei allen Fragen, in allen Höhen und Tiefen, auch jenseits von Geburt und Tod, die Gewißheit, dass wir aus Gottes Hand nicht herausfallen können. So sagt es Jesus, als er nach seiner Auferstehung seinen Jüngern begegnet und ganz besonders Thomas auf die Frage antwortet: „Wohin gehst du? Wir wissen deinen Weg nicht.“

Die Antwort: Ich bin Weg – Geländer auf dem Weg durch das Leben – Orientierung. Ich bin Wahrheit – einfach „da“ – nicht nur an guten Tagen – halte mit aus - leide mit – lache mit – liebe. Ich bin das Leben – es gibt keinen Bereich, keinen Ort ohne mich, auch wenn es euch oft ganz anders erscheint.

Ob Thomas wohl mit der Antwort Jesu zufrieden war? Vielleicht hat ihm diese Perspektive gehol- fen: Nur durch Jesus kommen wir zum Vater. Dieses Bild von Gott, dem Vater oder der Mutter drückt Geborgenheit aus – Behütetsein – Getragen-Sein – und noch ganz viel mehr...
Gerade in dieser Zeit des Kirchenjahres erfährt die Osterbotschaft noch einmal ihre Konkretisie- rung im Blick auf Weg – Wahrheit – Leben.

Martin Luther hat in einer Predigt ein mittelalterliches Wort, das Martinus von Biberach zugeschrieben wird, aufgenommen und verändert:

Ich komm – weiß wohl, woher.
Ich geh, weiß wohl, wohin.
Mich wundert, dass ich traurig bin.

In diesem Sinne einen gewissen Weg – gerade auch im Blick auf den kommenden Advent!

Ihr Pastor 

Eckehard Biermann

 

 

Neues Presbyterium

Der Wahlvorstand bei der Auszählung der abgegebenen Stimmen im Gemeindesaal

Am Sonntag, dem 14. Februar 2016, hat die Neustädter Mariengemeinde ihre Wahl getroffen!

Aus dem Bewerberkreis von fünfzehn Kandidierenden wurden diese zehn Presbyterinnen und Presbyter in das Leitungsgremium der Gemeinde für die Periode der nächsten vier Jahre gewählt:

Herr Christian Fabritz
Herr Ulrich Grothaus
Herr Markus Köhler
Frau Melanie Kreuter
Herr Rolf Kriete
Frau Stephanie Mense
Herr Alexander Obermann
Herr Peter Salchow
Frau Kerstin Taschka
Herr Hans-Joachim Weithöner


Es ist allen zu danken, die kandidiert haben, ebenso allen, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben! Presbyteriumswahlen sind ein Kernstück unserer Kirche!

Im Gottesdienst am Sonntag, dem 13. März 2016, um 10.00 Uhr werden die Gewählten in ihr Amt eingeführt bzw. als Wiedergewählte darin bestätigt.

Danach wird die Gemeinde zu einem Empfang in den Gemeindesaal eingeladen!

Verabschiedet werden die ausschiedenden Presbyterinnen:

Frau Christa Gräßlin
Frau Viola Obermann
Frau Elke Röver
Frau Andrea Rose





Kandidaten Presbyteriumswahl 2016

Geleitwort GB 148

Aufsatteln nach dem Frühstück in Bernburg (Sachsen-Anhalt), ein weiterer Tag auf dem sommerlichen Radweg entlang der Saale stand bevor. Das Tagesziel war klar: Schoenebeck. Dort mündet nicht nur die Saale in die Elbe, sondern werden auch Fahrräder gefertigt: das Weltrad, erstmals 1890 entwickelt und bis 1948 produziert; vor 10 Jahren wurde die Herstellung mit neuer Technik wieder aufgenommen. Ich war sehr gespannt darauf, mehr davon zu erfahren und zu sehen.

Doch die Ueberraschung des Tages bot etwas ganz anderes: am Mittag, auf dem Weg zu einem etwas abgelegenen Rastplatz, bemerkte ich plötzlich den Straßennamen:

Von Gnade reden wir in der Kirche, um Gnade bitten wir – und tun uns doch oft schwer, sie anzunehmen oder für andere gelten zu lassen. Und hier, in einer Gegend, in der nur ein kleiner Teil derer, die dort leben, zum christlichen Glauben gehören, ist eine lange Strasse, ja, ist der ganze dörfliche Ortsteil bis heute nach Gottesgnaden genannt!

Im 12. Jahrhundert, fand ich dann heraus, wurde auf dieser kleinen Halbinsel an der Saale, gegenüber der Stadt Calbe, das Stiftskloster „Gratia Dei“, d.h. Gottes Gnade errichtet. Von diesem Kloster ist heute nichts mehr zu sehen. Doch das Anliegen, für Gottes Gnade zu stehen und darauf aufmerksam zu machen, ist offensichtlich lebendig geblieben.

Ich stelle mir vor, wie „Gottesgnaden“ in Adressenlisten und Telefonbüchern, bei Bestellungen, auf Briefen und Paketen usw. auftaucht – und wie die, die es lesen (und bemerken), reagieren mögen: mit ungläubigem Kopfschütteln, gleichgültig, überrascht, neugierig, oder auch mit einem erstaunten Schmunzeln...?

Gott ist eben nicht ein Gott, der uns Menschen am liebsten vorhält, was wir nicht geschafft oder falsch gemacht haben, und dann gnadenlos Vergeltung fordert.

Gott sieht uns vielmehr mit seiner Gnade an und kommt uns damit entgegen! Daran hält Gott fest!

Gottesgnaden an der Saale ist nur eine von vielen Weisen, mit denen Gott uns mitten am Tage mit seiner Gnade – auch weiterhin – überraschen möchte.

 

Ihr U. Wolf-Barnett

Superintendentin Regine Burg vertritt Alfred Menzel

Konfirmationsjubiläen in der Neustädter Marienkirche: "Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn; er wird´s wohl machen"

Text und Foto von Annika Sikorra

Mitte (asik). In der Neustädter Marienkirche feierten jetzt etwa 50 Jubilare Konfirmationsjubiläen. Superintendentin Regine Burg vertrat den erkrankten Pfarrer Alfred Menzel: "Dieses Ereignis lag mir am Herzen, deswegen bin ich sehr gerne eingesprungen." In dem Gottesdienst bezog sich Burg vor allem auf Psalm 37 Vers 5: "Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn; er wird´s wohl machen". "Ich will die Jubilare ermutigen und ihnen damit sagen, dass Gott auf unseren Wegen mit dabei ist", erläutert die Superintendentin des Kirchenkreises Bielefeld. 

  • Silberne Konfirmation (25 Jahre) feierten fünf Jubilare: Ira Diekmann geb. Schürmann, Susanne Frohn, Susanne Kirsch geb. Epmeyer, Franziska Oehme, sowie Christa Papst-Rostek.

  • Das Fest der Goldenen Konfirmation (50 Jahre) feierten Marianne Claus, Barbara Dankelmeier geb. Schröder, Ingrid Depner geb. Wagner, Karl-Wilhelm Dieterle, Reinhard Dittmann, Helmut Dransfeld, Evelyn Hänel geb. Kenter, Heinz Hauser, Harald Heckhoff, Marianne Heitmeyer geb. Stützer, Bärbel Holthöfer geb. Schwinger, Axel Hornberg, Ursula Kammer geb. Hering, Werner Kröner, Gisela Lachmuth geb. Hanke, Heinrich Landefeld, Monika Leeser geb. Günzel, Ursula Lessow, Ursula Lüdtke geb. Weitz, Fritz-Gerd Mittelstädt, Edith Nitschke, Hans-Dieter Pankoke, Wolfgang Preusser, Bernd Prietzel, Karin Rubart geb. Hülsewede, Theo Schneider, Gisela Schürmann, Jochen Schwinger, Jürgen Beier und Klaus Bensiek.

  • Vor 60 Jahren wurden diese Jubilare konfirmiert: Erika Zapke geb. Millberg, Renate Daubendiek geb. Sievert, Siegrid Herstelle geb. Biermann, Wilfried Kley, Paul Maruhn, Manfred Mittelberg, Gerhard Niedick, Lutz Röver, Reinhard Saur, Karin Seiffert, Rita Fink geb. Kley und Jutta Rieck-Kröning geb. Kröning.

  • Eiserne Konfirmation (65 Jahre) feierten Doris von Gehlen geb. Reese und Horst Niemeier.

Übernahme aus der Neuen Westfälischen Zeitung vom 5.9.2014

 

 

Ein Sommertreff ohne Sommer

Sommertreffen Gemeindebriefverteiler 2013

Am Dienstag, den 25. Juni trafen sich unsere Gemeindebriefverteiler, die anerkannt fleißigen Helfer, zu dem diesjährigen Sommertreff im Gemeindehaus am Papenmarkt. Trotz Urlaub und Verhinderung durch Arbeit oder private Termine trafen sich 30 Ehrenamtliche.

Nach der Begrüßung und dem „Kaffee-Lied C-a-f-f-e-e“ kam der jahreszeitliche Kuchen auf die Teller: Erdbeertorte mit Sahne. Und weitere selbstgebackene Köstlichkeiten. Danach wurden die Namensgeber vieler Straßen in unserer Gemeinde vorgestellt: von Andreas  Lamey bis Zastrow.  Dann folgte das immer wieder spannende Ratespiel. Diesmal mussten Fotos von Briefkästen in ausgesuchten Straßen erkannt werden, um einen „fairen Preis“ zu bekommen.

Danach –  vor dem schönen Gruppenfoto – informierte die Eine Welt AG Neustadt über das geplante Stadtfest „Ab in die Mitte – unglaublich.fair “  auf dem neu gestalteten Kesselbrink am 14. September.

Überhaupt wurde viel geklönt und zwischendurch wurden immer wieder beliebte Lieder gesungen. 

Hans-Martin Gräßlin/ Christa Salchow