Verabschiedung Pfarrer Ulrich Wolf-Barnett

Sonntag, 13. Mai 10.00 Uhr

Gottesdienst am Sonntag Exaudi mit Verabschiedung von Pfarrer Ulrich Wolf-Barnett in den Ruhestand

Synodalassessor Christoph Steffen, Vizepräsident Albert Henz, Pfarrerin Christel Weber, Pfarrerin Nora Göbel und Pfarrer Ulrich Wolf-Barnett, Predigt

Kirchenmusik: VokalTotal

anschließend Empfang im Gemeindehaus

 

 

Wort zum Geleit und zum Abschied

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Hebräer 11, Vers 1

Der biblische Glaube ist alles andere als eine Theorie. Er bleibt eng darauf bezogen, was Menschen konkret damit erleben: ganz aktuell in der Gegenwart – und zugleich nach vorne gerichtet, mit der Aussicht auf das Leben und Glauben, wie es von Gott zugesagt ist und einmal erfüllt sein wird.

Diese Ausrichtung wird für mich besonders in der Übertragung durch Jörg Zink erkennbar:

Glaube besteht darin, dass das gegenwärtige Leben durch die Hoffnung auf Künftiges bestimmt ist, dass es sich dem unsichtbaren Wirken Gottes aussetzt und sich von ihm prägen lässt.

So stark dieser Glaube zum einen von Hoffnung getragen nach vorne sieht, bleibt er zum anderen mit dem verknüpft, was Menschen bereits viel früher mit Gott und seiner Botschaft erlebt haben. Darauf weisen die auf den Monatsspruch folgenden Verse im Hebräerbrief hin. Sie deuten an, was Abraham und Sarah, Abel und Henoch, Isaak und Jakob, Josef und Noah, Mose, Rahab und Propheten mit dem Glauben erfahren haben und was davon über ihre Lebenszeit hinaus Hoffnung bietet. Davon bleibt der Glaube wie von einer Wolke von Zeuginnen und Zeugen umgeben.

Das Anknüpfen an die gelebte Geschichte des Glaubens im Volk Israel und das Zugehen auf die uns zugesagte Aussicht eines Schalom, der bereits in der Gegenwart aufleuchtet, das gehört zu dem kostbaren Schatz, den wir mit dem Glauben erhalten: Richtung weisend und tröstlich, anpackend und zutrauend durch die Hoffnung.

Der Monatsspruch lockt dazu, liebe Gemeinde, eigene Erfahrungen damit zu verknüpfen, ja, sich von diesem zur Hoffnung mitnehmenden Glauben ausrichten zu lassen!

Mit diesem Wort für den Monat Mai, in dem für mich nach fast 38 Jahren im aktiven Pfarrdienst die Verabschiedung in den Ruhestand ansteht, schaue ich persönlich besonders darauf, was ich mit dieser Ausrichtung unseres Glaubens an verschiedenen Stationen erlebt habe:

  • in frühen Begegnungen in der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé,
  • in meinem pastoralen Dienst anfangs in Gladbeck-Zweckel im Ruhrgebiet, wo 1980 mein Dienst als „Pastor im Hilfsdienst“ begann;
  • dann ab 1982 als Pfarrer der Markusgemeinde in Bielefeld,
  • von wo aus ich 1992 mit meiner Familie in die Auslandsgemeinde der Evangelischen Kirche in Deutschland in Washington D. C. zog,
  • und nach meiner Rückkehr wiederum nach Bielefeld, wo ich seit 2004 in unterschiedlichen Aufgabenbereichen tätig gewesen bin:
  • zunächst in der Lydia-Gemeinde,
  • seit 2005 in unserer Neustädter MarienKirchengemeinde – nach der gerade erfolgten Vereinigung mit der bis dahin eigenständigen Paul-Gerhardt-Gemeinde,
  • zugleich im Kirchenkreis – insbesondere in der Kircheneintrittsstelle und bei ökumenischen Aspekten
  • und seit 2010 auch im Landeskirchenamt

– involviert in verschiedenen Sonderprojekten, zuletzt insbesondere in Verbindung mit dem Reformationsjubiläum und dem Aufbau des Pastoralen Dienstes im Übergang für Pfarrstellen-Vakanz-Zeiten.

In diese unterschiedlichen Situationen hinein die Botschaft unseres tragenden und nach vorne mitnehmenden Glaubens zu

„verkündigen“, sie für mich und mit anderen zu erkunden und mit dem Auftrag als Gemeinde im Alltag unserer Gesellschaft wie in ganz persönlichen Fragen und Nöten zu verknüpfen und darauf zu trauen, auch auf Durststrecken: das war – und das bleibt – mir ein wesentliches Anliegen.

Herausfordernd war es und hat mir sehr viel Freude gemacht: nicht nur in Gottesdiensten und Amtshandlungen, sondern auch in den Bereichen, in denen ich hier in der Gemeinde besonders mitwirken und gestalten konnte: mit den Kindern und den Teams der Kitas – bis 2015 – und im Gottesdienst mit Minis, Maxis und Erwachsenen.

Ich glaube auch, dass wir mit den Kindern und Jugendlichen und den Brüdern aus Taizé im brasilianischen Alagoinhas durch unsere gemeindliche Unterstützung ein kleines Zeichen von der Hoffnung unseres Glaubens im dortigen mühsamen Kampf gegen Armut und Drogen teilen konnten.

Herausfordernd blieb es, die Konfirmandinnen und Konfirmanden in den Konfikursen mit dem Glauben vertrauter zu machen und bei den Aufgaben mitzuwirken, die im Presbyterium und in anderen Bereichen des Alltags der Gemeinde anzugehen waren.

Mit diesem Monatsspruch wünsche Ihnen, liebe Gemeinde, in den Anliegen und Herausforderungen, die für Sie persönlich und als Gemeinde aktuell anstehen, Vertrauen in die Hoffnung, die uns im Glauben geschenkt wird, und Mut im Anknüpfen an bisher Prägendes wie im Suchen und Gestalten von zukunftsfähigen Formen für Neustadt Marien in der kirchlichen und städtischen Nachbarschaft. Darin möge spürbar werden: Diese Gemeinde hat ihre Türen geöffnet! Und alle, die dabei bereits ehren-, haupt- und nebenamtlich mitwirken wie alle, die sich darauf in Zukunft mit einlassen werden, sind willkommen und mögen sich von der wegweisenden Geschichte und Hoffnung unseres Glaubens erfüllen und stärken lassen.

Ich freue mich, dass die pastorale Arbeit bei Pfarrerin Christel Weber und auch Pfarrerin Nora Göbel „in guten Händen“ liegt.

Danken möchte ich Ihnen, liebe Gemeinde, herzlich für alle Offenheit, Vertrauen und Zusammenarbeit, die ich an vielen Stellen im öffentlichen Gemeindealltag wie im Anteil-nehmen-lassen an sehr persönlichen Situationen erfahren habe.

Ich danke für Ihr weites Herz bei Dingen, die nicht weitergeführt haben, und alles Mitfreuen an dem, was gelungen ist.

Die vielen guten Begegnungen und auch herausfordernden Erfahrungen im Gemeinde-sein hier in Neustadt Marien werden für mich im Gestalten meines neuen Alltags im Ruhestand hier in der vertrauten Stadt weiter lebendig bleiben. Ich bin neugierig und zuversichtlich zugleich, was sich entfalten wird.

Bleiben Sie Gott befohlen!
Herzlich, Ihr Pastor

Erdbeerkuchenessen mit allen Ehrenamtlichen

Bitte vormerken!

Alle in unserer Gemeinde ehrenamtlich Tätigen sind dazu herzlich eingeladen! 

Termin: 5. Juni 2018 um 15.30 Uhr

im Gemeindehaus, Papenmarkt 10a, 336020 Bielefeld

Kontakt:

  • Christa Gräßlin, Tel.: 142970
  • Renate Restemeier, Tel.: 65547
  • Margrit Stekar, Tel.: 23545 

Neuer Konfirmandenkurs 2019-2020: Infoabend

Schon jetzt möchten wir auf den Informationsabend für den

Konfirmanden-Kurs 2019- 2020

am Dienstag, 26. Juni 2018, um 18 Uhr

im Gemeindehaus, Papenmarkt 10a aufmerksam machen, der auf die Taufe oder Konfirmation voraussichtlich am Sonntag Jubilate, 3. Mai 2020, vorbereitet.

Jugendliche, die zum neuen Schuljahr in die siebte Klasse kommen und sich für den Konfikurs interessieren, sind mit ihren Eltern herzlich dazu eingeladen.

Fragen vorab können mit Pfarrerin Göbel, Tel.: 91455901, oder Pfarrerin Christel Weber, Tel.: 67905, angesprochen werden.

 

 

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Die Marienkirche ist seit Anfang Dezember 2017 in der Regel tagsüber und zu den Gottesdiensten wieder geöffnet.

 

 

 

Trauergottesdienst Alfred Menzel

Hier finden Sie den Text der Ansprache zum Abschied von Pastor Alfred Menzel (1. Korinther 13, 12) von Superintendentin Regine Burg: Download.

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