Eine Frage

Liebe junge Leute,

von meinem Schreibtisch im Papenmarkt 5, schaue ich während ich schreibe, über die wachsende Hecke auf die schöne Marienkirche, die ich seit meiner Einführung am 2. April  auch „meine“ nennen darf.    Ich  freue mich täglich an diesem Anblick. 

Bei schönem Sommerwetter sehe ich öfter einige von Ihnen und Euch jungen Leuten auf der Wiese vor der Marienkirche liegen. Manche lesen ein Buch, andere ruhen sich einfach aus. Und wieder andere treffen sich auf einem der Mäuerchen um die Kirche, um ein Schwätzchen miteinander zu halten. Das gefällt mir gut. 

Manchmal frage ich mich: Nehmen Sie die Kirche, in deren Schatten Sie liegen oder sitzen, als Kirche wahr? Das heißt, als einen Ort, der auch Ihnen etwas bedeuten könnte? Lassen Sie sich von den dicken Mauern zuflüstern, dass Gott Ihre „feste Burg“ ist? Lauschen Sie manchmal den Orgelklängen von innen? Gehen sie auch manchmal in die Kirche hinein?

Bei meinen ersten ‚Bielefelder Nachtansichten’ Ende April war ich erstaunt und fasziniert, wie viele Menschen den Weg in unsere Marienkirche gefunden haben. Sie hatten Freude an Herrn Salchows Kirchenführung und haben gespannt der Musik- und Tanzperformance zugeschaut und gelauscht. Ich habe viele von Ihnen, den jungen Menschen, gesehen. Die Fragen gehen mir oft durch den Kopf: Was denken Sie, was empfinden Sie, wenn Sie unsere Marienkirche betreten? Welches Interesse haben Sie am Glauben? Und können wir darüber ins Gespräch kommen? Ich bin jedenfalls interessiert. Ich bin nämlich sicher, dass Ihnen und Euch, den jungen Menschen, der Glaube nicht egal ist. Und ich merke, dass so uralte Orte wie die Marienkirche auch eine Faszination auf Sie und Euch ausüben. Vielleicht setze ich mich demnächst mal zu Ihnen auf die Wiese, wenn Sie und Ihr erlaubt… 

Wie geht’s mit dem Glauben weiter? Das ist mir eine echte Frage. Dabei ist es mir nicht so wichtig, ob die Art, Kirche und Gemeindeleben, wie wir sie kennen, überlebt. Wir sind nicht für uns selbst da. Kirche ist kein Selbstzweck. Darum sind unsere Formen auch variabel. Das hat Martin Luther gut erkannt. Wir sind Mittel zum Zweck, um Menschen zu erzählen, dass Gott lebendig ist und diese Welt eben darum nicht zum Teufel geht, sondern in ein Fest der Gerechtigkeit und der Versöhnung münden wird.

 Zugegebenermaßen ist das in einer Zeit, in der viele Menschen fliehen müssen und der Terror auch uns in Europa Angst macht, eine verwegene Behauptung. Aber wir haben es an Jesus Christus erkannt: Seine Botschaft von der Liebe Gottes, die alles überwindet, war nicht kleinzukriegen. Er ist auferstanden. Die Liebe ist stärker als alle Mächte und Gewalten, die uns bedrohen und in Angst versetzen. Deswegen gibt’s jede Menge Hoffnung. Und deswegen antworten wir als Christinnenund Christen auf die Unsicherheiten unserer Tage mit nichts weniger Verrücktem als der Liebe.

Können wir darüber, liebe junge Leute, ins Gespräch kommen? Die Welt braucht Eure Kraft, Eure Phantasie, Eure Liebe. Und die Kirche braucht sie auch! 

Deswegen gehe ich jetzt erst einmal verstärkt in die Kindergärten, ich möchte mit den Kindern neu anfangen. Ich möchte nicht, dass sie ohne diese Geschichten von der Liebe, die alles überwindet, aufwachsen. 

Und ich möchte mit Ihnen und Euch, den jungen Menschen, ins Gespräch kommen,  über das schöne, aber auch schwierige Leben, über die Welt, die wir verändern müssen, damit sie bleibt, und über den Glauben, der uns dazu die Kraft gibt. Wie kommen wir ins Gespräch? Any idea? 

Ich wünsche Ihnen und Euch einen schönen Sommer – und auch schöne Stunden auf Mäuerchen und Wiese an der Marienkirche! You are welcome!

Ihre/eure

Christel Weber

Vom Fairen Handel ...

zur Fairen Geldanlage …

ist es ein kleiner Schritt.

Seit über zehn Jahren gibt es in unserer Gemeinde „Faire Waren“. Seitdem wird  jeder Euro, der beim Verkauf durch Rabatte oder Spenden „erwirtschaftet“ wird, für die Gemeinde auf ein Konto bei OIKOCREDIT überwiesen.

OIKOCREDIT ist eine internationale Genossenschaft, die 1975 gegründet wurde. Dort können Kirchengemeinden, Gruppen, Vereine und Einzelpersonen ihr Geld sozial und politisch veranwortbar anlegen. Das Geld wird weltweit zum Aufbau eigener Existenzen als Darlehen – in Form von Kleinkrediten – an Menschen und Projekte gegeben, die bei Geschäftsbanken als nicht kreditwürdig galten/ gelten.
Vor gut 40 Jahren erschien dieses Vorhaben als ziemlich wagemutig und wenig erfolgsversprechend

Heute teilen über 51.000 Anleger-innen die Vision einer gerechten Welt, in der jeder menschenwürdig leben kann und in der die Ressourcen gerecht geteilt werden. 2015 wurden über 900 Millionen in 69 Ländern des Südens als Kleinkredite oder Kapitalbeteiligung investiert. OIKOCREDIT finanziert ein verantwortungsvolles Finanzwesen in landwirtschaftlichen Kooperativen, Sozialunternehmen, fairen Handel und erneuerbare Energien.  

P. Salchow

Quelle: Informationen OIKOCREDIT Westdeutscher Förderkreis, Bonn

www.oikocredit.de

Meldungen aus unserer Kirchengemeinde

Eule-Orgel eingeweiht

Nordportal nach 50 Jahren wieder offen!

Die Glocken sind weg!

Wünsche für 2017 eingetütet!

Triumphkreuz wieder zurück

weitere Meldungen
26.07.2017

Reformatorinnen. Seit 1517

24.07.2017

Zukunft gestalten

24.07.2017

Ganz klassisch

Losung

Willkommen!

Herzlich willkommen auf den Internetseiten der Ev.-Luth.
Neustädter Marien-Kirchengemeinde Bielefeld. 

Wir freuen uns, dass Sie unser Angebot nutzen!

Adressen, Telefonnummern und weitere nützliche Informationen 
finden Sie unter dem  Menüpunkt Gemeinde
in der rechten Spalte.

Möchten Sie - als Gemeindemitglied, Teilnehmer oder Mitwirkender -
einen Beitrag für diese Homepage beisteuern oder haben Sie technische Fragen, so wenden Sie sich bitte an Herrn Grothaus

Öffnungszeiten Kirche

 

 

 

Servicebereich

Hier finden Sie Formulare, Texte, Anträge

zu den Themen:

  • Taufe
  • Hochzeit
  • Silberne Hochzeit
  • Umpfarrung